Umbau Feuerwehrhaus Ehlhalten: Jetzt ist die Küche dran

Stadtbrandinspektor Mario Mezga und Bürgermeister Alexander Simon besichtigen die Baustelle. Foto: J. Haupt

Stadtbrandinspektor Mario Mezga und Bürgermeister Alexander Simon besichtigen die Baustelle. Foto: J. Haupt

Am Feuerwehrhaus Ehlhalten laufen derzeit umfangreiche Umbaumaßnahmen. Ziel ist es, das Gebäude den heutigen Anforderungen anzupassen. Bürgermeister Alexander Simon und Stadtbrandinspektor Mezga informierten vor Ort über den aktuellen Stand der Arbeiten.

Bereits in der Vergangenheit wurde energetisch saniert: Die Fenster wurden ausgetauscht, die Tore der Fahrzeughalle erneuert und der Bodenbelag überarbeitet. Letzterer war beschädigt und entsprach nicht mehr den aktuellen Normen hinsichtlich der Rutschfestigkeit. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Einhaltung der DIN-Vorgaben gelegt: Während der Flur mit Rutschfestigkeitsklasse R10 ausgestattet wurde, erhielt die Fahrzeughalle den Bodenbelag R12.

Um die Regel zu erfüllen, dass keine Rutschfestigkeitsklasse übersprungen werden darf, wurde zwischen beiden Bereichen ein rund ein Meter breiter Streifen mit R11 eingebracht. Die Rutschfestigkeit wird durch die im Boden enthaltene Körnung erzeugt – ähnlich wie bei Schleifpapier. „Über die Sinnhaftigkeit lässt sich streiten – aber wir machen die Gesetze nicht, wir befolgen sie nur“, scherzte Alexander Simon.

Ausgangspunkt für den aktuellen Umbau war vor allem die Situation der Sanitäranlagen sowie die fehlende Umkleidemöglichkeit für weibliche Feuerwehrangehörige. Beim Bau des Hauses wurden keine separate Umkleideräume für Frauen geschaffen. Heute jedoch ist der Frauenanteil in der Feuerwehr deutlich gestiegen, sodass dringender Handlungsbedarf besteht. Die neue Damenumkleide soll in einem zusätzlichen Gebäudeteil untergebracht werden. Die Planungen hierfür laufen, die Umsetzung erfolgt in einem späteren Bauabschnitt.

Aktuell wird die Küche umgebaut. Die Elektroinstallation wurde bereits erneuert und eine neue Unterverteilung eingebaut. In der Küche entstand ein neues Schiebefenster mit elektrischem Rollladen. Zudem wird derzeit eine Lüftungsanlage installiert. Nach Abschluss der Küchensanierung wird eine neue Tür zum Mannschaftsraum eingebaut, dort folgen neue Wandgestaltungen und Bodenfliesen.

Für die neue Küche wurden ein Büroraum und ein Lagerraum zusammengelegt. Das Büro zieht dann in die bisherige Küche um. Die Küchengeräte und die weitere Ausstattung übernimmt der Feuerwehrverein. „Für die finanzielle und tatkräftige Unterstützung bedanken wir uns beim Feuerwehrverein“, so Bürgermeister Simon. Die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und den städtischen Fachbereichen wurde bei dem Termin mehrfach betont.

Auch die Entscheidung, das Gebäude im Bestand umzubauen statt abzureißen und neu zu bauen, habe sich als sinnvoll und wirtschaftlich erwiesen. Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von rund 240 000 Euro. Für den aktuellen Küchenumbau wurden bereits Aufträge in Höhe von rund 52 000 Euro vergeben.

Ein nächster Schritt wird die Umsiedlung der angrenzenden Lagerhalle der Jagdgenossenschaft sein. Der dadurch frei werdende Platz soll für weitere Maßnahmen genutzt werden. Bürgermeister Simon zeigte sich zuversichtlich: „Es wäre schön, wenn wir dieses Jahr Lösungen finden – aber es besteht kein akuter Zeitdruck.“js

Weitere Artikelbilder:

Kommentare

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben


X