Erster gegen Zweiter, volle Bienroth-Halle, Trommler und Trompete auf der Tribüne. Was will man mehr im Topspiel? Gewinnen natürlich! Coach Florian Crasnaru heizte den Jungs ordentlich ein, die brannten aber bei der Kulisse sowieso schon. Es ging wie erwartet mit einem offenen Schlagabtausch los, Jonah Löffler sorgte für die ersten beiden Tore auf Epp-larer Seite. Bis zur 18. Minute folgte Führung auf Ausgleich, dann setzten sich die Gastgeber mit sauber rausgespielten Chancen und einer stabilen Abwehr erstmals auf 15:11 ab. Halbzeit: 17:14 – aber Rüsselsheim hat schon einige Spiele gedreht.
Zuerst aber wurde der Platz in der Halbzeit geflutet. Zwar nicht von Wasser, aber von Kindern, die die Torhüter tatkräftig beim warm bleiben unterstützten und für die Halbzeitshow sorgten. Die andere Showeinlage lieferte einmal mehr Thomas „de Trumpet” de Tina mit seiner musikalischen Einlage zum Anfeuern. In der zweiten Hälfte erwischte Rüsselsheim den besseren Start und verkürzte bis auf ein Tor (35.). Der Abstand wurde durch Frederic Bocklet wieder auf drei Tore hergestellt: 20:17, Minute 38. Dann folgte der Knackpunkt der Partie – zehn Minuten ohne Tor auf Epplarer Seite. Die Ideen klappten nicht mehr, das nötige Glück fehlte und man verlor kurz den Mut. Das nutzte Rüsselsheim aus und drehte den Vorsprung auf ein 24:20 (46.). Die EppLa-Handballer fingen sich wieder, kämpften sich in der 54. Minute nochmal bis auf ein Tor ran. Rüsselsheim ließ aber in der Schlussphase keinen Fehler zu und spielte die Führung souverän über die Schlussphase zum 30:26-Endstand.
Abgekaute Fingernägel, kaputte Trommeln und lange Gesichter sind die Folge des Spiels – jetzt heißt es aufsammeln und weiter gewinnen. Der Traum vom Aufstieg lebt weiter, auch wenn es wahrscheinlich über die Relegation geht. Aber dann erst Recht!
Es fehlen noch sechs Saisonspiele, nächsten Sonntag ist um 18 Uhr Anpfiff bei der TSG Münster II, wo noch eine Rechnung vom Hinspiel offen ist. Die Mannschaft hofft auch dort auf lautstarke Unterstützung.
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