Osterspaziergang thematisiert Kriegsende

Die Burgschauspieler sind auch an Ostern wieder mit dabei. Szene vom Herbstspaziergang 2024. Foto: Jens Bergold

Die Burgschauspieler sind auch an Ostern wieder mit dabei. Szene vom Herbstspaziergang 2024. Foto: Jens Bergold

„Verordnungen, Verordnungen, Verordnungen. Von der Militärregierung an den Landrat, der an mich, und ich muss es hier durchsetzen“. Bürgermeister Fritz Maul hat keine leichte Aufgabe. Er muss Flüchtlinge einweisen, aufgebrachte Bürger beruhigen und für Ordnung sorgen.

Derzeit bereiten sich der „Bürgermeister“ und weitere 15 Burgschauspieler und Schauspielerinnen auf ihre Rolle für den Osterspaziergang am 21. April vor.

Das Burgmuseum bereitet unter dem Titel „No fishing permitted“ das Kriegsende vor 80 Jahren auf. Die Spaziergänger tauchen in die Ostertage des Jahres 1945 ein. Der demokratisch gewählte Bürgermeister Maul ist wieder im Amt. Die in der Schmelzmühle wohnende Künstlerin Ella Bergmann-Michel kann dank ihrer Sprachkenntnisse leicht direkten Kontakt zu den amerikanischen Soldaten aufnehmen. Als diese Granaten in die Fischteiche der Michels werfen, stellt sie Schilder mit der Aufschrift „No fishing permitted“ an der Fischzucht auf und sucht das Gespräch mit den Soldaten. Die Kinder üben derweil Englisch, um den Soldaten Schokolade zu entlocken.

Die Spaziergänger treffen am Ostermontag auf ihrem Weg vom Stadtbahnhof auf die Burg nicht nur den gestressten Bürgermeister und die um ihre Fischzucht besorgte Ella Bergmann-Michel, sondern auch frierende Schulkinder, findige Bürgerinnen, Flüchtlinge aus Ostpreußen und Kriegsrückkehrer. Beginn ist um 14 Uhr am Stadtbahnhof. Auf der Burg bieten die Burgschauspieler am Ende Erfrischungen im Juchhebau an.

Im Burgmuseum vertieft die Ausstellung „Station in Eppstein“ mit Quellen über Geflüchtete, Zwangsarbeiterinnen und Besatzern das Thema. Die Unkosten belaufen sich auf 8 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder. Anmeldungen sind per E-Mail an monika.rohde-reith[at]eppstein[dot]de oder telefonisch unter 0 61 98 305-131 im Burgmuseum möglich.rr

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